Testbericht Abbau von Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW)

12.11.11 BT-10-0 -12 16.02.12
MKW Abbauversuch
Ihr Auftrag vom 12.11.11
Sehr geehrter Herren,
anliegend senden wir Ihnen den Bericht zu den Proben vom 12.04.10. Die Varianten 1 und 4 ergaben
den besten Abbau der KW, wobei 0,3 % in der Variante 4 noch einmal höhere Abbauraten ergab.
Der prinzipielle Abbau ist nachgewiesen. Mit den Varianten 1 bzw.4 wird der Abbau der MKW am besten gefördert.

MKW-Abbauversuch Probeneingang: 12.11.11
Auftragsdatum: 12.11.11 . Prüfbeginn: 12.11.11 Berichts-Datum: .16.02.12
Auftrags-Nr.: BT-10-0 -12 Prüfende: 12.02.12 Berichts-Nr.: BT-001-01-12


Prüfbericht
Die Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die untersuchten Prüfgegenstände.
Fragestellung: In den vorliegenden Versuchen sollte der Einfluss verschiedener Bodenzuschlagstoffe auf
den Abbau von Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW) in einem realkontaminierten Boden
untersucht werden.
Boden: Das eingesetzte Bodenmaterial entstammte einem Bereich mit MKW-Konzentrationen bis
zu 8.000 mg/kg. Das Material für die Versuche wurde aus 3 verschiedenen Bereichen
gemischt, größere Steine waren bereits entfernt worden. Es handelt sich vorwiegend um
sandige Böden. Die Böden (Rückstellproben) waren 1 Jahr bei 5°C gelagert worden.
Zuschlagstoffe: Bei den Zuschlagstoffen handelt es sich um 5 unterschiedlichen
Varianten.
Versuchsansatz: Varianten 1-5:
Es standen 5 unterschiedliche Lösungen zur Verfügung. Auf jeweils 300 g Boden
wurden 6 ml einer verdünnten Lösung gesprüht, so dass sich insgesamt
eine Konzentration von 0,1 % des jeweiligen Konzentrats im beaufschlagten
Boden ergab. In den Varianten 6-10 wurden die gleichen Konzentrate eingesetzt, wobei
die jeweilige Konzentration im Boden auf 0,3 % eingestellt wurde.
Ansatz 11 diente als Kontrolle. Hier wurde nur Wasser auf den Boden gesprüht.
Inkubation: Die 1-L-Dosen mit dem beaufschlagten Boden wurden bei 20 °C in einem Inkubationsschrank
für 2 Wochen inkubiert. Die Kontrolle wurde bei 5°C inkubiert. Fehlende Zuschlagstoffe
und Kälte sollten den MKW-Abbau nicht fördern.
Analytik: Nach 2 Wochen erfolgte die Bestimmung des MKW-Gehaltes in den Varianten 1-5 (0,1
% Konzentrat im Boden). Aufgrund der Ergebnisse wurde ebenfalls die MKWKonzentration
in den 2 besten 0,3 %-Varianten bestimmt. Parallel zur chemischen Analytik
wurde die Bakteriengesamtkeimzahl der Böden auf R2A-Agar und Dieselkraftstoff-
Agar bestimmt. Der R2A-Nährboden unterstützt aufgrund der Nährbodenzusammensetzung
das Wachstum von Bodenbakterien.
MKW [g/kg TS]

MKW-Abbauversuch  Probeneingang: 12.11.11
Auftragsdatum: 12.11.11 . Prüfbeginn: 12.01.11 Berichts-Datum: .16.02.12
Auftrags-Nr.: BT-10-0 -12 Prüfende: 12.02.12 Berichts-Nr.: BT-001-01-12

Der Diesel-Agar diente der Bestimmung der Kraftstoff verwertenden Bakterien. Er enthielt
nur Diesel als Kohlenstoff- und Energiequelle für die Mikroorganismen. Die Bebrütung
der Nährböden erfolgte bei 25 °C für 7-10 Tage.
Ergebnisse des MKW-Abbaus nach 14 Tagen


Probeneingang: 12.11.11
Auftragsdatum: 12.11.11 . Prüfbeginn: 12.01.11 Berichts-Datum: .16.02.12
Auftrags-Nr.: BT-10-0 -12 Prüfende: 12.02.12 Berichts-Nr.: BT-001-01-12
Gesamtkeimzahl

MKW-Abbauversuch Probeneingang: 12.11.11
Auftragsdatum: 12.11.11 . Prüfbeginn: 12.01.11 Berichts-Datum: .16.02.12
Auftrags-Nr.: BT-10-0 -12 Prüfende: 12.02.12 Berichts-Nr.: BT-001-01-12
Zusammenfassung:
Die Zugabe bestimmter Lösungen (besonders Variante 1 und 4) induzierte gegenüber der Kontrolle ein
deutliches Bakterienwachstum mit Mineralölkohlenwasserstoffen. Die Konzentration der MKW nahm z.T. deutlich
ab, die Bakterienkonzentration erhöhte sich um eine Zehnerpotenz im Untersuchungszeitraum von 14 Tagen.
Der Anteil der Diesel-verwertenden Bakterien lag bei 52 % (Konrolle) bis 92 % (Variante 1 0,3%ig).

MKW-Abbauversuch Probeneingang: 12.11.11
Auftragsdatum: 12.11.11 . Prüfbeginn: 12.01.11 Berichts-Datum: .16.02.12
Auftrags-Nr.: BT-10-0 -12 Prüfende: 12.02.12 Berichts-Nr.: BT-001-01-12

KW (mg/kg)
Abbau von Dieselkraftstoff in einem Boden
Testsystem:
Die Versuche zur Induzierung der biologischen Aktivität wurden in 5000-ml-Bechergläsern mit Deckel
durchgeführt. Diese wurden mit 3000 g Boden (organischer Boden), Dieselkraftstoff und
Testsubstanz gefüllt.

Die Graphik zeigt den Abbau innerhalb von 35 Tagen. Die KW-Konzentration in den mit der Testsubstanz
behandelten Versuchen verringerte sich um 80 % bei einer Anfangskonzentration von 7300 mg/kg und
um 95 % bei einer Anfangskonzentration von 2750 mg/kg. Gegenüber den Kontrollen war ein deutlich
verbessertes Bakterienwachstum gekoppelt mit einem sehr guten Abbau der Schadstoffe zu verzeichnen.

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Abbau von Dieselkraftstoff in einem Teichwasser unter Verwendung von der Testsubstanz
Testsystem:
Die Versuche zur Induzierung der biologischen Aktivität wurden in 5000-ml-Duranflaschen durchgeführt.
Diese wurden mit 3000 ml Teichwasser, Dieselkraftstoff und der Testsubstanz gefüllt.

Die Graphik zeigt die Ergebnisse der Versuche zu Beginn und nach 4 Wochen. Die KW-Konzentration in
dem mit der Testsubstanz behandelten Versuch verringerte sich um 82 %.

Gegenüber der Kontrolle war ein deutlich verbessertes Bakterienwachstum gekoppelt mit
einem sehr guten Abbau der Schadstoffe zu verzeichnen.